7 kleine Gewohnheiten fördern die Kreativität von Kindern durch Ausmalen: Geschichten in Farben erzählen, frei experimentieren, Fehler als Entdeckung sehen, Inspiration in der Natur finden, ein stets bereiter Kreativplatz, gemeinsam mit den Eltern malen und Werke ausstellen. Führen Sie sie am besten eine nach der anderen ein – ganz in Ruhe.

Warum ist Ausmalen ein fruchtbarer Boden für Kreativität?
Beim Ausmalen gibt es keine richtige Antwort. Ihr Kind darf entscheiden, Fehler machen und neu anfangen, ohne benotet zu werden. In dieser sicheren Umgebung traut sich Kreativität erst richtig heraus. Dazu braucht es nur noch ein paar kleine Gewohnheiten von Ihrer Seite.
7 kleine Gewohnheiten, die Kreativität nähren
1. Ihr Kind ermutigen, durch Farben Geschichten zu erzählen
Fragen Sie nach dem Malen: „Erzähl mir doch die Geschichte zu diesem Bild.“ Ihr Kind lernt, Ideen in Worte zu fassen und Farben in Erzählsprache zu verwandeln.
2. Freie Wahl und freies Experimentieren mit Farben
Verlangen Sie nicht, dass Ihr Kind die echten Farben malt. Eine lila Katze oder eine blaue Sonne im Bild Ihres Kindes verdienen Lob, wenn Ihr Kind einen eigenen Grund dafür hat.

3. Fehler in einzigartige Entdeckungen verwandeln
Hat Ihr Kind über den Rand gemalt? Bedauern Sie es nicht gleich. Verwandeln Sie den Fleck gemeinsam in eine Wolke oder einen Schatten. Ihr Kind lernt: Auch Fehler können schön sein.
4. Inspiration aus der Welt um uns herum holen
Bevor Ihr Kind ein Tierbild malt, schauen Sie sich gemeinsam echte Fotos an oder beobachten Sie Tiere im Park. Die Bilder Ihres Kindes bekommen dadurch viel mehr Seele.

5. Eine Kreativ-Ecke schaffen, die immer bereitsteht
Ein kleiner Tisch, eine aufgeräumte Farbkiste, ein Stapel A4-Ausdrucke. Wenn alles griffbereit liegt, setzt sich Ihr Kind von selbst zum Malen hin, ohne dass Sie erinnern müssen.

6. Mit Ihrem Kind malen, nicht nur zuschauen
Auch Eltern greifen zum Stift – als Vorbild und für gemeinsame Gesprächszeit. Ihr Kind lernt viel davon, wie Eltern Farben kombinieren und Fehler geduldig korrigieren.
7. Die Werke Ihres Kindes ausstellen
Hängen Sie Bilder an die Wand, schicken Sie Fotos an Oma und Opa. Anerkennung spornt Ihr Kind an, noch mehr zu gestalten.
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Quellen: Farblehre auf Wikipedia — doch denken Sie daran: Wenn Ihr Kind Regeln bricht, kann genau das Kreativität sein.
Häufige Fragen
Soll man ein Kind zum Malen zwingen, wenn es keine Lust hat?
Nein, zwingen Sie es nicht. Probieren Sie ein anderes Thema, malen Sie gemeinsam mit ihm oder legen Sie eine Weile Pause ein.
Wie viel Zeit sollte man jeden Tag für diese Gewohnheit einplanen?
20 bis 30 Minuten reichen. Wichtig sind Regelmäßigkeit und Freude.
Können Eltern ohne Zeichentalent anleiten?
Ja. Ihr Kind braucht eine Begleitung, keinen Zeichenlehrer.
Was, wenn mein Kind nur nach Vorlage malen möchte?
Das ist am Anfang normal. Regen Sie Ihr Kind nach und nach an, eigene Details hinzuzufügen.
Können 3- bis 4-jährige Kinder diese 7 Gewohnheiten schon anwenden?
Zum Teil. Beginnen Sie mit Gewohnheit 5 (stets bereite Kreativ-Ecke) und 6 (gemeinsam malen); Geschichten erzählen und Fehler als Entdeckung sehen passen eher zu 4- bis 5-jährigen Kindern.
Wie viele Bilder sollte man als PDF herunterladen und in der Kreativ-Ecke bereitlegen?
5 bis 7 Bilder, jede Woche passend zum aktuellen Lieblingsthema Ihres Kindes ausgetauscht. Da die Bilder kostenlos sind, drucken Sie ruhig ein paar mehr.